Virtual Travelbook (3) – Madeira

This is Madeira Island (2)

Bei meinem ersten Aufenthalt hatte ich keinen Leihwagen, unternahm jedoch einige Rundtrips, u.a. geführte Jeeptouren (der Anbieter True Spirit ist beispielsweise echt zu empfehlen, Links befinden sich unten im Beitrag). Um sich einen ersten Eindruck zu bilden, war eine solche Vorgehensweise absolut in Ordnung, viele wesentliche Highlights sind bei derlei Touren inkludiert. Dennoch bemerkte ich während meines zweiten Aufenthalts, wie viel einem letztlich entgeht, wenn man nicht auf eigene Faust bzw. mit einem Leihwagen unterwegs ist. Auch ist natürlich ein weiterer und deutlicher Vorteil, wenn man selbst erkundet, dass man sich für die ganzen Spots so viel Zeit nehmen kann, wie man selbst möchte oder sich einteilt und nicht angewiesen ist auf eine Tourplanung Dritter.

Nichts desto Trotz waren die Jeeptouren jeweils schöne und auch lustige Erlebnisse, welche ich keinesfalls missen möchte. Eine der Touren führte zu Madeiras Nord(west)küste. Bei meiner zweiten Reise nach Madeira hielt ich mich öfters in dieser schönen, wilden Gegend auf und variierte meine Trips je nach Lust und Laune. Heute erzähle ich ein wenig über meinen ersten Trip auf eigene Faust an die Nordostküste im Leihwagen.

Sao Vicente – Seixal – Ribeira da Janela – Porto Moniz

Das Hotel Quinta Splendida befindet sich in Canico, im Süden der Insel, dennoch sind die Fahrtwege auf der Insel je nach Strecke verhältnismäßig kurz, zumindest, wenn man eine der Hauptrouten nimmt. Zu den Serpentinenrouten komme ich später mal.

Ich startete früh morgens, um möglichst viel Zeit an der Nordküste verbringen zu können. So viele schöne Erinnerungen hatte ich an diese herrliche, wilde Küstenlandschaft, dass ich mich wie verrückt auf ein Wiedersehen freute.

Bereits die Route von Ribeira Brava nach Sao Vicente ist ein Erlebnis für sich, wenn man durch die Täler fährt, umgeben von diesem großartigen Bergpanorama. Kurz vor Sao Vicentes Küstenabschnitt machte ich einen kurzen Halt und einen kleinen Spaziergang.

Bei Sao Vicente
Bei den Grutas

Da es noch sehr früh morgens war, hatten die Grutas de Sao Vicente – Höhlen, welche besichtigt werden können – noch geschlossen. Aber ich bin sowieso kein Höhlenmensch, höhö, siehe Folgebeitrag zu den Tunneln des Schreckens, sodass ich auf einen Besuch ohnehin verzichtet hätte. Zudem zog es mich ans Meer! Von meinem ersten Aufenthalt wusste ich noch, wie heftig die Brandung an der Nordküste sein kann und ich freute mich extrem auf das bevorstehende Wellenspektakel.

Auch im weiteren Verlauf meiner (zweiten) Reise zog es mich oft an den Strandabschnitt bei Sao Vicente zur Wellenbeobachtung. An diesem Tag hatte ich richtig Glück mit meterhohen Brechern, richtig gefetzt hat es dann später am Tag in Porto Moniz.

Bei Sao Vivente

Doch bevor es nach Porto Moniz ging, spazierte ich in Sao Vicente ein wenig an der Küste entlang und fuhr dann weiter zum Miradouro do Veu da Noiva. Nicht nur, um die spektakuläre Aussicht auf den Wasserfall direkt am Meer zu genießen, sondern auch, weil ich mir damals bei meiner ersten Reise im dortigen Tourishop ein Tuch in regenbogenfarben gekauft hatte, welches ich leider wenig später auf Mallorca verlor. Ich hatte Glück im Tourishop und kaufte mir dort direkt mehrere der Tücher auf Reserve (später fand ich dann heraus, dass man die Tücher in Funchal quasi nachgeschmissen bekommt ^^).

Miradouro do Veu da Noiva

Vom Aussichtspunkt aus fuhr ich weiter nach Seixal, einem kleinen Dörfchen, welches wir damals während der Jeeptour nicht besucht hatten. Seixal bot neben einer ebenfalls spektakulären Brandung auf einer begehbaren Klippe ganz abgefahrene Kunstwerke.

Einen nächsten, längeren Stopp machte ich dann bei Ribeira da Janela, bekannt für seinen Felsen. Die Brandung war auch hier sehr stark an diesem Tag und ich durfte über die Dummheit einiger Mitmenschen staunen. Eine Frau saß viel zu nahe an der Wasserlinie und wurde dafür mit einer tüchtigen Dusche abgestraft.

Ribeira da Janela, Felsen

Als ich in Porto Moniz ankam, war es bereits mittags und es gelüstete mir nach einer Cola, zunächst jedoch war keine aufzutreiben. Schließlich landete ich auf der Dachterrasse vom Restaurant Olhos d’Agua und konnte von der Terrasse aus die Aussicht auf die meterhohen Wellen genießen. Die Brandung war an diesem Tag so stark, dass die Lavaschwimmbecken von Porto Moniz geschlossen waren, was einige Wagemutige allerdings nicht davon abhielt, sich trotzdem da rumzutreiben und auch zu schwimmen. Mir war das zu viel der Action, stattdessen machte ich noch einen kleinen Abstecher ins ortsansässige Aquarium.

Porto Moniz, Olhos d’Agua
Porto Moniz, Aquarium

Da ich nicht dieselbe Route zurücknehmen wollte, tüftelte ich mit meiner Straßenkarte eine Alternativroute für den Rückweg aus. Dieser führte unter anderem über Paul da Serra, der Hochebene Madeiras, und den Encumeadapass. Diese Route und die Spots sind jedoch so toll, dass sie einen eigenen Beitrag verdienen. So oder so hatte ich nach diesem Tagestrip ein absolutes Hoch- und Glücksgefühl und mein Herz wollte schier platzen wegen den ganzen wunderschönen Orten und Aussichtspunkten auf dem Weg.

Keep safe and healthy!

2 Kommentare zu „Virtual Travelbook (3) – Madeira

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